Deutsches Kinderhilfswerk und die Sächsische Jugendstiftung unterstützen MUSKEPEER-Jugendliche und den KJRV

2016-10-13 20.06.52In der Arbeit mit Jugendlichen, die in Heimen und Wohngruppen der Jugendhilfe leben, entstand die Idee, eine Wander- Ausstellung zu erarbeiten, die Einblicke geben soll in das Leben von "Heimkindern". Viel zu wenig ist bekannt, wie sich ein solches Leben in der Jugendhilfe vollzieht. Dafür haben wir uns um Förderungen bemüht. Nun haben die Sächsische Jugendstiftung und das Deutsche Kinderhilfswerk jeweils eine Förderung zugesagt. Da freuen wir uns drüber!

Auf insgesamt 15 bis 20 Tafeln, Aufstellern, einer Vitrine, drei Leinwänden und einem Telefon werden Themen behandelt, die aus Sicht der beteiligten Jugendlichen Relevanz haben: Warum haben wir diese Ausstellung erarbeitet – was ist uns dabei wichtig? Welche Vorurteile und Klischees über „Heimkinder“ sind verbreitet?

Fünf Jugendliche stellen ihre Lebensgeschichten vor. Auf Fotos und kurzen Beschreibungen werden Einblicke in die Lebenswelten der Jugendlichen gewährt. Der Alltag in einer Wohngruppe wird vorgestellt. Was gefällt mir in meiner Wohngruppe? Was regt mich auf? Welches Rolle spielt das Geld? Was fehlt mir in meiner Einrichtung? Was wissen die Betreuer_innen von den Jugendlichen und was wissen diese umgekehrt eigentlich über die Betreuer_innen? Welche „Welterfahrungen“ haben die Jugendlichen, welche Reisen machen sie mit ihren Wohngruppen? Auf einer Weltkarte markieren die Jugendlichen, wo sie schon einmal waren. Es werden Dokumente und Utensilien aus Wohngruppen vorstellt. Zwei Hilfepläne werden ausgestellt. Ein Telefon ohne Anschluss symbolisiert die fehlende Erreichbarkeit der Jugendämter (eine Erfahrung von einigen Jugendlichen). Einige Statistiken geben Einblick in die Auswirkungen der Jugendhilfe für junge Menschen. Ein Forderungspapier fasst zusammen, was die Jugendlichen sich von der Jugendhilfe wünschen. Das sind nur erste Stichworte. Die Inhalte der Ausstellung werden nun erarbeitet.

Die Ausstellung soll voraussichtlich am 7. April 2017 in der ehs Dresden erstmalig gezeigt werden.